Warum ist Social Media für Tierphysiotherapeuten relevant?
Unsere beruflichen Interaktionen beschränken sich schon längst nicht mehr nur auf die „reale“ Welt. Wer stattfinden und bekannt werden will, sollte auch online sichtbar sein.
Auch in der Tiergesundheitsbranche hat sich die Online-Kommunikation in den letzten Jahren rasant entwickelt. Interessierte Tierhalter suchen im Internet nach gesundheitlichen Informationen, geeigneten Ansprechpartnern und Praxen oder tauschen sich auf Social Media Kanälen über verschiedenste Tiergesundheitsthemen aus.
Auch Physiotherapie-Praxen für Tiere finden in einem clever geführten Social Media Profil eine große Chance: Sie können sich hier als professionellen Dienstleister darstellen, Persönlichkeit und Know How zeigen und Ihre Bekanntheit steigern.
Starten Sie am besten gleich und bilden Sie mit dem richtigen Content einen sichtbaren Praxiskanal, der Vertrauen bei interessierten Tierhalterinnen und -haltern weckt.
Social Media Ziele für Tierphysiotherapeuten: Warum lohnt sich Online-Aktivität?
Bevor Sie sich eine Content-Strategie überlegen, machen Sie sich Ihre persönlichen Ziele klar. Ein paar Vorschläge für den Start:
✔ Markenbekanntheit & Vertrauen in Ihre Dienstleistungen (z.B. Physiotherapie für Hund, Katze usw.) gewinnen
✔ eine eigene Community & ein Netzwerk aufbauen, um sich auszutauschen und Traumkunden zu finden
✔ Ausbildungs-Infos & Ihren Praxisalltag zeigen und so Persönlichkeit rüberbringen
✔ Reichweite in der Region steigern
✔ Patienten-Akquise & Employer Branding
✔ Sichtbarkeit für Google & Suchmaschinen (Social SEO)
Ihre Ziele sind klar? Dann bleibt noch die Frage offen, wie Sie diese umsetzen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick der wichtigsten Social Media Plattformen. Am besten suchen Sie sich für den Anfang eine davon aus und erweitern Ihren Internetauftritt nach Belieben, sobald Sie sich sicher genug fühlen.
Überblick: Die wichtigsten Social-Media-Kanäle für Tierphysios
Auf dieser Plattform liegt der Fokus auf visuellem Content. Mithilfe von Fotos, Kurzvideos (Reels) und tagesaktuellen Stories haben Tierberufler die Möglichkeit, ein Stück ihres Berufsalltags zu zeigen. Das schafft Verbindung und bleibt in Erinnerung.
Gerade im (Tier-)Gesundheitsbereich liegt die Engagementrate tendenziell hoch. Tierbesitzer, die sich auf Instagram aufhalten, tauschen sich gerne aus und sind regelmäßig aktiv. Studien zeigen, dass nahezu 60 Prozent der Interessenten Gesundheitsinfos hier aktiv suchen. Daher können Sie auf Instagram optimal ansetzen, wenn Sie potentiellen Kundinnen und Kunden Ihr Angebot näherbringen und in Kontakt treten möchten.
Auf Facebook liegt der Schwerpunt eher auf thematisch sortierten Gruppen und der Bildung einer starken Community. Dies bietet sich an, um Ihre Praxis-Seite der Allgemeinheit zu zeigen, insbesondere, wenn Sie ein lokales Produkt anbieten.
Auch Veranstaltungen und Termine lassen sich über Facebook einfach und effektiv an interessierte Gruppenmitglieder weitergeben.
Die Zielgruppe hier ist tendenziell älter als die auf Instagram und ähnlichen Social Media Plattformen. Wenn Sie mehrere Social Media Kanäle bespielen, haben Sie daher die Chance, verschiedene Altersgruppen innerhalb Ihrer Zielgruppe zu erreichen.
YouTube
Wenn Sie Videos teilen möchten, ist Youtube die wohl bekannteste Plattform hierfür, insbesondere wenn es sich um längere, didaktische oder detailreichere Videos handelt.
Als Physiotherapeut können Sie hier auch längere Tutorials, Übungen für Patientenbesitzer oder andere Erklärvideos posten, um Ihre Zielgruppe zu erreichen und eine Kundenbindung hervorzurufen.
Diese Plattform dient vor allem dem Zweck, beruflichen Content auf seriöser Ebene zu teilen und sich mit anderen Tierberuflern zu connecten.
Auch gegenseitige Unterstützung finden Sie hier. LinkedIn eignet sich für Sie, wenn Sie Fachbeiträge teilen wollen, Gleichgesinnte in Ihrer Branche suchen oder eine Fach-Community aufbauen möchten. Ein professionelles Branding und Expertendiskussionen runden diese Plattform ab.
TikTok
Deutlich lockerer geht es auf der Plattform TikTok zu, die sich dem Trend der Kurzvideos verschreibt. Sie punktet mit einer hohen organischen Reichweite, sodass Sie hier mit den richtigen Inhalten schnell einen großen Kreis an Menschen erreichen.
Die Zielgruppe ist hier vergleichsweise jung, weshalb sich hier beispielsweise Ausbildungsinteressenten gut erreichen lassen. Wer Lust hat, sich mit seinem Tierberuf kreativ auszutoben und auf ungezwungene Weise zu netzwerken, wird hier sicherlich viel Freude haben – und mit etwas Glück und Geschick das ein oder andere virale Video posten.
Um Ihnen erste Impulse für passende Inhalte für Ihr Tierbusiness an die Hand zu geben, finden Sie im Folgenden Ideen für die verschiedenen Plattformen. Suchen Sie sich doch gerne etwas für den Anfang raus. Und das Wichtigste: Haben Sie Spaß dabei.
Plattform-Strategien: Inhalte & Formate, die für Tierberufler funktionieren
Instagram
• Reels: Mini-Trainings, Praxis-Alltag, Erfolgsgeschichten (immer mit Erlaubnis der Tierbesitzer)
• Stories: Tagesablauf, Q&A (in denen Sie häufige Fragen beantworten), interaktive Umfragen passend zu Ihrer Dienstleistung
• Karussell-Posts: Schritt-für-Schritt-Bewegungsinfos
Facebook
• Community-Gruppen beitreten oder sogar eine eigene Gruppe gründen
• Praxis-Events & Live-Sessions teilen, hinterher darüber berichten
• Erfahrungsberichte & Patienten-Erfolge
YouTube
• Übungs-Anleitungen, didaktische Inhalte, Interviews mit anderen Tierberuflern
• Playlist für typische Hundebeschwerden aufstellen
LinkedIn
• Fachartikel, Ausbildungsthemen, Job-Posts
• Netzwerk mit anderen Tierphysios, Tierernährungsberatern und Tiermedizinern aufbauen, sich miteinander austauschen und ins Gespräch kommen
TikTok
• Schnelle Tipps, Trends aus dem Bereich der Tierphysiotherapie zeigen
Dos and Don’ts für Ihren perfekten Start
Regelmäßiges Posten ist wichtig, damit die Plattformen Ihre Inhalte auch an Interessenten ausspielen. Je nach Plattform unterscheidet sich die optimale Häufigkeit der Posts:
• Instagram: 3–5 Posts/Woche (inkl. Stories)
• Facebook: 1–2 Beiträge/Tag
• YouTube: 1 Video/Monat
• LinkedIn: 2–3 Beiträge pro Woche
Dies sind jedoch Richtwerte. Gelegentliches Posten ist immer besser als es gar nicht erst zu versuchen. Denken Sie daran, dass viele Hunde- und Katzenhalterinnen mittlerweile auf SocialMedia konkret nach Tierdienstleistern suchen!
Interaktion & Community-Management
Wenn Sie sich für ein Social Media Profil entscheiden, sollten Sie dort seriös auftreten. Das beinhaltet auch, dass Sie
• Kommentare zeitnah beantworten
• Direktnachrichten seriös nutzen
• Hashtags & lokale Tags verwenden, anhand derer Sie gefunden werden können
• Engagement durch Fragen & Umfragen steigern
Folgende Fehler sollten Sie dabei vermeiden:
- Fehlende Ansprechpartner oder Kontaktinfos auf dem Profil (je einfacher zu finden, umso besser für Ihre Zielgruppe)
- Ausschließlich „werblich“ erscheinen, statt Mehrwert-Content zu bieten
- Perfektion anstreben – seien Sie authentisch, das zieht die richtigen Kundinnen an
- Den Kanal vernachlässigen (Wachstum erfolgt auf Social Media durch regelmäßige Posts und kontinuierliche Interaktionen)
Wenn Sie als Tierphysiotherapeut/in durchstarten möchten, versuchen Sie von Anfang an, auch online präsent zu sein.
Bauen Sie sich eine Community auf und schaffen Sie einen Online-Auftritt, der Vertrauen erzeugt und Ihr Praxis-Image unterstützt.
Sollten Sie hiermit überfordert sein, gibt es die Möglichkeit, sich von Experten aus dem SocialMedia-Bereich unterstützen zu lassen. So verpassen Sie nicht die Chance, online mit der Zeit zu gehen und potentielle Traumkunden zu erreichen.

Noch ganz in den Anfängen Ihrer Karriere? Alle wichtigen Infos zur zertifizierten Ausbildung zur Hundephysiotherapeuten nach Sabine Hárrer finden Sie auf unserer Ausbildungsseite. Wir freuen uns, Sie dort anzutreffen und sind gerne offen für Fragen und Anliegen rund um die Ausbildung.
